1463133

Asustek sieht Netbooks vor iPad und anderen Tablets

03.05.2010 | 10:20 Uhr |

Der CEO von Asustek sieht zwischen dem Einsatz von Tablets und Netbooks kaum Überlappungen und erwartet, seinen Umsatz von Laptops und Netbooks in 2010 um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr auszubauen. Gleichzeitig plant Asustek, im Juni sein eigenes Tablet vorzustellen.

Asus EeePC
Vergrößern Asus EeePC
© Asus

Asustek Computer , der Pioneer der Netbook-Hersteller , sieht seien Vormachtsstellung keinesfalls für Tablet-PCs wie das iPad gefährdet. Laut Jerry Shen, dem CEO von Asustek, fallen Netbooks und Tablets in völlig verschiedene Anwenderbereiche. "Auf dem iPad laufen in erster Linie Web-basierte Anwendungen, die Daten im Netz (Cloud) speichern, während Netbooks eher kleine herkömmliche Laptops sind", analysierte Shen auf Asusteks vierteljährlicher Investoren-Konferenz in Taipei am letzten Freitag. Außerdem schätzt, dass es im praktischen Einsatz der den beiden Gerätetypen nur wenige Überlappungen gibt und nur dank Apples iPad sich der Cloud-Computer-Markt jetzt überhaupt einflussreich entwickelt.

Die Prognose hält Asustek aber nicht davon ab, Anfang Juni auf der Elektronik-Messe Computex Taipei 2010 seinen eigenen Eeee Pad Tablet-PC vorzustellen. Shen plant, mehrere Versionen auf den Markt zu bringen und kündigt an, dass die erste Auslieferung auf Microsoftware basieren wird. Ein Auslieferungstermin steht noch nicht fest - Asustek handelt derzeit noch Verträge aus, mit welcher Software die Geräte vorkonfiguriert werden, und wartet Marktanalysen ab, ob genug Verkaufsinteresse besteht.

Nach dem Verkauf von 2,5 Millionen Laptops im ersten Quartal 2010 erwartet Asustek für das zweite einen zehnprozentigen Anstieg. Außerdem hat im gleichen Zeitraum Asustek 1,6 Millionen Eee PC Netbooks ausgeliefert und rechnet mit fünf Prozent Anstieg der Nachfrage im zweiten Quartal. Für das Gesamtjahr wird mittlerweile ein Umsatz von 18 Millionen Geräten erwartet, d.h. Asustek hat die eigene Prognose jetzt um 2 Millionen nach oben korrigiert und würde demnach über 50 Prozent mehr als 2009 verkaufen.

Bei all den Erfolgsprognosen bereitet Shen nur eines Kopfzerbrechen: Die Preise für Komponenten steigen dank Nachfrage rasant an und leiden zunehmend unter Lieferschwierigkeiten. Betroffen sind dabei neben Speicherchips hauptsächlich die LCD-Bildschirme. Asustek steht derzeit mit einer Reihe von Firmen in Verhandlung, um feste Zuliefer-Verträge auszuhandeln, statt die Komponenten zu Tagespreisen auf dem freien Markt zu beziehen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1463133