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Mehr als Filmdownloads: Analysten spekulieren über Apples "Showtime"-Event

07.09.2006 | 12:35 Uhr |

Gestern hatte Apple neue iMacs mit Core 2 Duo Prozessor vorgestellt, das nächste Event steht bereits an: Für den 12. September hat Apple nach San Francisco unter dem Motto "It's Showtime" eingeladen.

Apple-Einladung zu Special Event am 12.9.2006: Showtime
Vergrößern Apple-Einladung zu Special Event am 12.9.2006: Showtime

Während alle Welt die Ankündigung von Filmdownloads aus dem iTunes Music Store erwartet, sind sich zahlreiche Analysten sicher, dass Apple kommende Woche noch mehr zu zeigen hat. Die neuen iMacs habe Apple deshalb auch schon diese Woche ohne jedwede Vorankündigung präsentiert, damit die neuen Rechner ausreichend Beachtung finden und die Ankündigung nicht in anderen Neuigkeiten untergeht, meint Michael Gartenberg von Jupiter Research. Auch Roger Kay von Endpoint Technologies Associates ist der Ansicht, dass hinter "It's Showtime" mehr stecken wird als nur Filmdownloads: "Hardware oder Software". Kay rechnet mit einem "echten iPod Video" mit besserem Bildschirm, eventuell im Querformat und einem verbesserten iTunes, dessen Bedienung noch bequemer sein soll. Gartenberg geht in seinen Erwartungen an neuer Hardware gar einen Schritt weiter. Apple könne schon kommende Woche eine Art von digitalen Videorekorder oder drahtloser Set-Top-Box vorstellen, auf der letzten Aktionärsversammlung im Frühjahr habe Steve Jobs entsprechende Andeutungen gemacht.

Die digitale Verbreitung von Content sei die Zukunft, bestätigt Tim Bajarin von Creative Strategies. Apple könne dabei zu einem der erfolgreichsten Unternehmen werden. Fernseh-Inhalte würden in Zukunft wie Filme immer mehr über das Internet ausgeliefert.

Ob der iTunes Movie Store mit den Angeboten mehrere Studios gleichzeitig oder nut mit Disney-Filmen starte, ist den Analysten zufolge irrelevant. Man müsse nur irgendwo anfangen, Apple habe auch bei Musik und Fernsehshows immer mehr Anbieter in sein Boot bekommen, stimmen Bajarin und Gartenberg überein. In seinem Zug hin zu digitalen Filmen, Musik und Fernsehen werde Apple auf Dauer immer mehr Partner brauchen, was im Endeffekt aber weniger Kontrolle für Apple in den neuen Märkten bedeute, erklärt Endpoints Roger Kay.

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