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"Mehr iPod als Computer"

15.01.2007 | 11:30 Uhr |

Noch ist das iPhone ein Prototyp und bis zur US-Markteinführung im Juni bleibt Apple etwas Zeit, an den Funktionen und an der Ausstattung des Handys zu feilen.

Dementsprechend sind bisher viele Fragen offen, die sich aber nach und nach klären. Während Steve Jobs in einem Interview Grundsätze erläutert und dabei Drittanbieter für iPhone-Applikationen nicht ausschließt, hat David Pogues von der New York Times weitere Spezifikationen des Apple-Handys parat.

Die "Neuerfindung des Telefons"

Das iPhone ist eine Mischung aus Mobiltelefon, mobilem Internetbrowser inklusive E-Mail und einem MP3-Player. Da viele der Hauptmerkmale, etwa die Bedienung via Touchscreen oder Visual Voicemail Software-basiert sind, gab es bereits Spekulationen, ob das Gerät überhaupt ein Telefon oder nicht vielmehr ein Computer sei. Dem tritt Steve Jobs entgegen und erklärt: "Ich möchte nicht, dass die Leute dies wie einen Computer betrachten, ich sehe es als Neuerfindung des Telefons." Und dann macht der Apple-CEO klar, weshalb: "Wir setzen fest, was auf dem Telefon läuft. Wir wollen gar nicht, dass das Telefon so etwas wie ein PC ist. Das Letzte, was man sich wünscht, ist doch, dass man drei Applikationen auf das Telefon lädt und jemanden anrufen will un das nicht mehr funktioniert," zitiert die New York Times den Boss des Mac-Herstellers. Die iPhones "sind mehr wie iPods als wie Computer."  

"Nicht alles von uns"

Doch Steve Jobs schließt weitere Software - auch von Drittanbietern - nicht völlig aus: "Diese Geräte müssen funktionieren und das geht nicht, wenn man sie mit jeder Art von Software belädt. Dies bedeutet aber nicht, dass es von uns keine Software zu kaufen geben wird, die man aufspielen kann," erklärt Jobs. Apple will dabei sicher gehen, dass die Programme funktionieren. "Es bedeutet nicht, dass wir alles programmieren müssen, aber es bedeutet, dass es bei einer kontrollierteren Umgebung bleiben muss."  

"Bereit für ein Risiko"

Gegenüber MSNBC erzählt Steve Jobs, weshalb Cingular der Partner für das iPhone geworden ist: "Wir haben mit mehreren von ihnen gesprochen und haben uns informiert." Und es waren AT&T und Cingular, die "bereit waren, einen hohen Einsatz auf uns zu setzen. Wir haben entschieden, wie das Telefon aussieht. Wir haben entschieden, welche Software auf dem Telefon laufen wird. Und so konnten wir das Produkt machen, das wir wollten." Der Apple-Boss macht außerdem noch einmal klar, weshalb er den Zugriff auf das iPhone beschränken will: "Das Telefon ist keine offene Plattform." Und es "muss funktionieren, wenn man es braucht. Cingular will sein Westküsten-Netz nicht zusammenbrechen sehen, weil eine Applikation nicht funktioniert."  

"Fünf Jahre Vorsprung"

Der wie üblich sehr von sich überzeugte Chef von Apple ist sich sicher, dass das iPhone all em "fünf Jahre voraus ist, was alle anderen haben". Selbst "wenn wir nichts mehr machen, wir wären für fünf Jahre aufgestellt!" Steve Jobs schließt auch weitere Funktionen nicht aus. "Es gibt keinen Grund, weshalb wir hier kein iChat draufhaben könnten." Auf die Frage, ob der Online-Einkauf im iTunes Store nicht ein gutes Feature wäre, erwidert Jobs: "Wäre das nicht cool?" Er gibt zu bedenken: "Es wäre machbar," doch "das würde uns Einiges kosten." Auch zu möglichen Zielgruppen äußert sich der Apple-Chef: "Ich sehe viele Mütter mit Smartphones," ("soccer moms") sagt er. "Viele".

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