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Mehrkern-CPUs: Intel hält Grafikkarten bald für überflüssig

07.04.2008 | 09:40 Uhr |

Das Intel Developer Forum (IDF) in Shanghai ist zu Ende gegangen - und ein Intel-Ingenieur lehnt sich gegenüber dem Reporter von TG Daily weit aus dem Fenster.

In sehr naher Zukunft werden Anwender keinen Bedarf mehr für dedizierte Grafikkarten brauchen. 8-Kern-Prozessoren, die bereits auf Intels Roadmap stehen, sollen soviel Power bieten, dass Hochleistungs-Grafikkarten überflüssig werden.

Ron Fosner, früher Computerspiele-Entwickler, ist heute für den Chiphersteller Intel als Ingenieur für Grafik- und Game-Technologien tätig. In Shanghai auf dem IDF vertrat er die Ansicht, dass die Tage von dedizierten Grakikkarten gezählt sind und die voranschreitende Evolution von Mehrkern-CPUs dem Rennen der Grafikprozessoren ein Ende bereiten wird. TG Daily hat mit dem Intel-Techniker gesprochen und veröffentlicht ein Video-Interview mit Fosner. Darin demonstriert Rosner, dass aufwändige grafische Effekte auch ohne Grafikkarte allein von einem Prototypen der Nehalem-Reihe berechnet werden können. Seine vier Kerne, das soll die "Smoke-Demo" belegen, sind stark genug für diese Aufgabe - und mit kommenden Acht-Kern-Prozessoren sieht der Intel-Ingenieur für die überwiegende Mehrheit von PC-Anwendern keinen Grund mehr für die Existenz von speziellen Grafikprozessoren auf entsprechenden Steckkarten. Für Rosner profitieren nicht nur die Anwender von dieser Aussicht: Sie könnten sich in Zukunft die parallele Modernisierung von PC-Systemen mit Haupt- und Grafikprozessor ersparen. Auch für Software-Entwickler sieht der Intel-Mann Vorteile, denn sie müssten ihre Programme nicht mehr auf die Befindlichkeiten der unterschiedlichen Grafikkarten abstellen und optimieren.

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