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Mehrwertsteuer: iTunes könnte ab Januar teurer werden

25.03.2014 | 10:22 Uhr |

Downloads könnten in der EU ab Januar 2015 teurer werden, wenn eine neue Regelung zur Mehrwertsteuer greift.

Die Europäische Union plant zum 1. Januar 2015 eine Reform der Mehrwertsteuer für digitale Güter, die eine Verteuerung der Downloads aus dem iTunes Store zur Folge haben dürfte. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin Forbes unter Berufung auf eine Meldung des britischen Zollamts. Bisher fällt die Mehrwertsteuer in dem Land an, in dem der Anbieter des digitalen Gutes seinen Geschäftssitz hat, im Fall iTunes Store wäre das Luxemburg. Ab kommenden Jahr soll die Mehrwertsteuer dort berechnet und eingezogen werden, wo der Kunde seinen Download empfängt, es würde für Songs, Apps, Bücher und Filme aus dem iTunes Store also der deutsche Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent gelten. In Luxemburg beträgt die Mehrwertstuerrate offiziell 15 Prozent, sie ist jedoch verhandelbar, große Firmen können sie auf bis zu 3 Prozent drücken. Betroffen sind auch Käufer von digitalen Gütern bei Amazon, Kindle-E-Books könnten somit ebenfalls teurer werden. Für physische Güter gilt seit jeher, dass die Mehrwertsteuer im Land des Empfängers zu entrichten ist, unabhängig vom Ort des Anbieters.

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