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Meiners vs. Müller: Raus die Maus!

05.08.2005 | 13:59 Uhr |

In Cupertino kreißt der Berg - und gebiert die Mighty Mouse

Meiners: So, ich soll also witzig sein, Müller? Vor Humor nur so sprühen und handliche Aphorismen verfassen? Wie stellen Sie sich das eigentlich vor... Jede Minute könnte hier die Bombe platzen, ja, genau hier, denn wieder einmal haben sich alle Mitarbeiter des Apple Stores in den Keller verzogen und an die Ladentür dieses kleine gelbe Zettelchen gehängt, das da sagt, man sei gleich wieder da. Wie beim Privatfernsehen: Bitte bleiben Sie dran, nach einigen ganz wenigen und ganz wichtigen, wertvollen Verbraucherhinweisen in strahlendbunt und doppeltlaut sind wir gleich wieder da. Mit supertollen nachhaltigen Produkten, die Sie unbedingt brauchen. Müller, können Sie bitte einmal die Startseite vom Apple Store aktualisieren? Ich habe schon Blasen am Daumen und am Mittelfinger der linken Hand.

Müller: Meiners, ich dachte, Sie hätten schon längst ein Automator-Script verfasst, dass Ihnen die Arbeit abnimmt? Ja, wir Computermenschen sind irgendwie dem Großen Wallnister oder wie der Vogel heißt, den Douglas Adams in „Die letzten ihrer Art“ beschrieben hat, ähnlich. Das Vieh treibt einen Riesenaufwand, baut wochenlang aus Zweigen, Ästen und Blättern einen Wall, unter den es sein Ei legt. Anstatt, dass es sich ab und an mal für eine halbe Stunde auf das Nest hockt...
Ich habe also ähnlich dem seltsamen Wallnister beim Programmieren des Automator-Scripts „Aktualisere an kritischen Dienstagen die Apple-Store-Seite so oft wie möglich“ massig an Zeit verschwendet. Gut, dass Sie wieder hier sind und ein wenig Handarbeit verrichten, ich bin längst nicht fertig damit. Weil mein Miniprogramm soll mir auch gleich die Neuerungen ausspucken und bestellen, wenn sie interessant genug sind. So, jetzt rutschen Sie mal, ja, noch ein Klick, ja, ist das immer noch gelb hier, wann machen die denn wieder auf, was die wohl zu bieten haben?

Meiners: Möglicherweise rühren Ihre Probleme mit dem Automator daher, dass Sie noch mit dem Panther arbeiten, werter Herr Kollege. Sie sind nicht auf der Höhe der Zeit! Soll ich Ihnen vielleicht einen Font/DA-Mover vorbeirollen? Und was soll das überhaupt heißen – ich verrichte Handarbeit? Wenn Sie mir damit unterstellen, ich würde am Arbeitsplatz ohnehin bloß den Sack schaukeln, Müller, dann muss Sie ich Sie eines Besseren belehren. Ich schaukel nicht, ich schleppe – und zwar Kisten und Kartons. Schließlich ziehe ich einmal mehr um. Sie übrigens auch. Anders ausgedrückt: Die gute Henne IDG-Verlag treibt seit Monaten einen Riesenaufwand, baut aus Zweigen, Ästen und Cat-6-Kabeln eine neue Trutzburg, die nächste Woche bezugsfertig wird. Transition, und zwar total. Der Sprung auf die Intel-Plattform ist ein Schiss dagegen. Was mich in unser Eingangsszenario zurückführt. Was pustet Apple wohl Neues raus? Ein neues Powerbook mit Doppelkernprozessor? Würde passen, schließlich habe ich mir vor vier Monaten erst das neue Zwölf-Zoll-Modell gekauft. Das iTunes-Handy? Würde passen, wo ich doch seit kurzem Besitzer des K750i bin. Oder ein 17-Zoll-Display gar, das so chic ist wie die Cinema-Displays, aber nur halb so teuer? Auch das würde passen, denn am Montag erreichte mich das Belinea-TFT, das ich neu und günstig bei eBay geschossen habe. Müller, worauf tippen Sie?

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