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Memory Spots: Neue Speicher-Winzlinge von HP

17.07.2006 | 16:29 Uhr |

Forscher von Hewlett-Packard (HP) haben neue Speicherchips entwickelt, die so klein sind, dass man sie fast überall unterbringen kann. Irgendwie ähneln die "Memory Spots" RFID-Tags - irgendwie aber auch nicht.

HP Memory Spot (mit Bleistiftspitzen)
Vergrößern HP Memory Spot (mit Bleistiftspitzen)
© HP
HP Memory Spot (mit Bleistiftspitzen)
Vergrößern HP Memory Spot (mit Bleistiftspitzen)
© HP

Die Speicherchips sind kleiner als ein Reiskorn und können auf praktisch beliebigen Oberflächen angebracht werden. Informationen lassen sich darauf drahtlos schreiben und lesen (auch mehrfach) - der entsprechende Reader muss allerdings auf einen Millimeter an den Memory Spot herangebracht werden. Das verhindert unerwünschtes Abgreifen von Daten aus größerer Entfernung, wie es bei RFID-Funketiketten (Radio Frequency Identification) möglich ist.

Die Kapazität der Memory Spots ist deutlich höher als die von RFID-Tags - die bislang produzierten Prototypen fassen zwischen 256 Kilobit und 4 Megabit, und das trotz "veralteter" 180-Nanometer-Herstellungsprozesse. Ihre Lesegeschwindigkeit liegt außerdem mit bis zu 10 Megabit pro Sekunde deutlich über der von RFID (einige hundert Kbps). Allerdings sind Memory Spots auch einiges teurer. Sollte die Technik kommerzialisiert werden, könnte sich HP in einigen Jahren Preise zwischen zehn und 50 Cent vorstellen. Bei RFID arbeiten die Hersteller schon jetzt daran, den Preis pro Tag unter fünf Cent zu drücken. ( Computerwoche / haf )

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