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Merrill Lynch: CIOs sind gegen HP-Compaq

12.03.2002 | 11:09 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die amerikanische Investment-Bank Merill Lynch hat 100 CIOs (Chief Information Officers), davon 75 aus den USA und 25 aus Europa, unter anderem zu ihrer Meinung zur geplanten Fusion von Hewlett-Packard und Compaq befragt. Die Mehrheit sprach sich gegen den Deal aus.

Von den Befragten setzen 76 Prozent Hardware von Compaq ein. 46 Prozent dieser Gruppe votierte gegen den Merger. 29 Prozent stehen dem Deal neutral gegenüber, 25 Prozent bewerten ihn positiv. Hardware von HP ist bei 46 Prozent der Teilnehmer vorhanden. In dieser Fraktion sprachen sich 42 Prozent gegen die Transaktion aus. 32 Prozent votierten neutral, 26 Prozent sind für die Fusion. Für Compaq-Systeme wollen die befragten CIOs in diesem Jahr zehn Prozent weniger ausgeben als im Vorjahr; die HP-Anwender planen heuer um vier Prozent geringere Investitionen in Geräte des Fiorina-Konzerns.

Großer Gewinner der möglichen Enttäuschung über ein Zusammengehen von HP und Compaq könnte Merrill Lynch zufolge IBM sein. 38 Prozent der Befragten erklärten, sie würden in diesem Jahr einen größeren Teil ihres Budgets für Systeme von Big Blue ausgeben; bei nur 15 Prozent sind die Armonker auf dem absteigenden Ast. Bei Sun gestaltet sich das Verhältnis eher ausgeglichen - 25 Prozent wollen im Jahr 2002 mehr, 22 Prozent weniger für Sun-Maschinen ausgeben.

Last, but not least äußerten sich die CIOs auch zum Thema Linux. Immerhin 26 Prozent bezeichneten das quelloffene Betriebssystem für ihr Unternehmen als strategisch. (tc)

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