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Messestand soll Ausgaben der ARD erklären

20.06.2007 | 16:01 Uhr |

Die ARD will auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin ihre Pläne für eine „digitale Zukunft“ vorstellen. Der Aufritt dient auch dazu, die Ausgaben für die digitalen Angebote des Senders zu rechtfertigen.

Erst gestern hatte der Sender mitgeteilt, die Tagesschau in einer 100-Sekunden-Fassung für Handynutzer anzubieten. Pünktlich zu den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 plant die ARD mit dem ZDF zusammen die Einführung von HDTV.

Die ARD wolle auf der IFA zeigen, „dass sie für die digitale Zukunft gut gerüstet ist“, sagte Dagmar Rein, Intendantin des Senders Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). „Die Programme der ARD werden auch künftig die Zuschauerinnen und Zuschauer, die Hörerinnen und Hörer erreichen ­ – auf welchen Verbreitungswegen auch immer“, so Rein.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff sieht in der Messe „eine willkommene Plattform, im Gespräch mit unserem Publikum eine Orientierung in der gelegentlich nicht so übersichtlichen digitalen Welt des Rundfunks zu geben und gleichzeitig den Kontakt mit dem Fachpublikum zu pflegen“.

Schwerpunkt des Messeauftritts sollen die Digitalsender Eins Extra, Eins Plus und Eins Festival sowie die Webseiten Daserste.de und ARD.de sein. Die Messebucher sollten den „Mehrwert, der sich für sie aus der Anwendung dieser Technologien ergibt“ besser kennenlernen, schreibt die ARD in ihrer Pressemeldung.

Damit will der Sender die Ausgaben für die digitalen Angebote offenbar rechtfertigen. Ob die geplanten digitalen Angebote zur Grundversorgung zählen – welche die öffentlich-rechtlichen Sender gewährleisten sollen – ist durchaus umstritten.

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