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Metabox erwartet entgegen früheren Prognosen nun Verlust

28.09.2000 | 00:00 Uhr |

Das Multimedia-Unternehmen Metabox (Hildesheim) erwartet im laufenden Geschäftsjahr entgegen früheren Prognosen nun doch einen Verlust. Grund sei eine Verzögerung bei der Herstellung neuer so genannter Set-Top-Boxen zum Internetempfang per Fernseher, teilte das Unternehmen heute mit.

Nach einer erst im April des Jahres auf 198 Millionen Mark angehobenen Umsatzprognose dürfte der Umsatz nun 70 Millionen Mark (rund 35,8 Millionen Euro) erreichen. Statt eines Gewinns von 14 Millionen Mark wird ein Verlust von 15 Millionen Mark erwartet. Die Aktie brach an der Börse auf 8,30 Euro ein, ein Minus von fast 41 Prozent.

Der bereits für das laufende Geschäftsjahr geplante Lieferbeginn für einen auf zwei Jahre angelegten Auftrag über 500.000 Set-Top-Boxen wird erst Anfang 2001 erfolgen. Grund der Verschiebung sind den Angaben zufolge Engpässe in der Softwareentwicklung sowie Abstimmungsschwierigkeiten mit dem Zulieferer der Entschlüsselungs-Software.

Die Serienproduktion sei allerdings bereits vorbereitet und soll im Dezember beginnen. Für das Jahr 2001 erwartet Metabox deshalb unverändert einen Umsatz von 600 Millionen Mark. dpa/ab

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