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Michael Dell und Silver Lake kaufen Dell von der Börse

06.02.2013 | 10:05 Uhr | Thomas Cloer

Die Gerüchte der letzten Wochen haben sich bestätigt: Firmengründer Michael Dell kauft zusammen mit Silver Lake Partners Dell von der Börse.

Dabei sollen die Aktionäre von Dell für jeden Anteilschein 13,65 Dollar in bar erhalten; die Transaktion kommt damit einer Mitteilung von Dell zufolge insgesamt auf ein Volumen von 24,4 Milliarden Dollar. Der Preis liegt um ein Premium von 25 Prozent über dem Dell-Schlusskurs von 10,88 Dollar am 11. Januar (dem letzten Handelstag vor dem Durchsickern der Gerüchte über eine mögliche Reprivatisierung). Für die Anteile von Michael Dell und "bestimmten anderen Mitgliedern des Managements" gibt es indes kein Bares von den Käufern.

Ab sofort läuft eine sogenannte "Go-shop"-Frist von 45 Tagen, innerhalb derer andere Interessenten den Dell-Aktionären ein noch höheres Kaufangebot machen könnten. Dass es dazu kommt, erscheint eher unwahrscheinlich.

Michael Dell will seien Firma ohne Rücksicht auf die
Aktionäre radikaler umbauen können.
Vergrößern Michael Dell will seien Firma ohne Rücksicht auf die Aktionäre radikaler umbauen können.
© Dell

Michael Dell, der aktuell rund 14 Prozent der Dell-Anteil persönlich hält, soll auch nach Abschluss der Übernahme in Personalunion CEO und Chairman bleiben. Er will nicht nur seine Anteil, sondern darüber hinaus auch eine zusätzliche "substanzielle" Barinvestition in die neue Dell stecken.

Finanziert werden soll die geplante Übernahme mit Bargeld aus Investment-Fonds aus dem Silver-Lake-Umfeld, Cash von MSD-Capital, einem Kredit von Microsoft über zwei Milliarden Dollar sowie Krediten von verschiedenen Banken.

Die Aufsichtsbehörden und Dell-Aktionäre müssen dem Geschäft noch zustimmen. Vorbehaltlich weiterer aufschiebender Bedingungen könnte es im zweiten Quartal des Dell-Geschäfsjahres 2014 abgeschlossen werden.

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