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Gartner sieht Twitter als Werkzeug für Unternehmen

30.03.2009 | 10:13 Uhr |

Die Analysten von Gartner sehen Twitter als kommende grundlegende Kommunikationsform für Unternehmen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen dabei von Intranet bis hin zum PR-Werkzeug und Kunden-Feedback. Aber Vorsicht ist geboten beim Austausch von neuen Ideen oder vertraulichen Informationen. Der "Feind" könnte mithören.

Eine Studie der Marktforschungsfirma Gartner schätzt, dass der Microblogging-Dienst Twitter erfolgreich für PR-Kampagnen eingesetzt werden kann. Im gleichen Atemzug jedoch warnt Gartner davor, beim Austausch von Ideen keine Sicherheitsmaßnahmen zu vernachlässigen.

Twitter als Intranet

Die soziale Netzwerkseiten Twitter erlauben den Anwendern, kurze Nachrichten von bis zu 140 Zeichen auszutauschen. Gartner schätzt, dass diese Form der Kommunikation in 80 Prozent der sozialen Plattformen für Unternehmen eingesetzt werden kann, auch wenn gegenwärtig der Dienst fast ausschließlich von Privatpersonen genutzt wird.

Twitter als PR-Werkzeug

Laut Gartner nutzen Unternehmen zunehmend Twitter zum Verteilen von Pressemitteilungen und Marketing Informationen, oder auch als Antwort auf Kommentare über ihr Unternehmen von anderen Teilnehmern. Auch hierbei warnt Gartner, dass Twitter mit Bedacht eingesetzt werden muss, da uninteressante Beiträge dem Ruf des Unternehmens eher schaden werden. Idealerweise sollte jede Nachricht das Interesse von Followers erwecken, die dann die Beiträge abonnieren und verfolgen, rät Gartner.

Twitter als Feedback

Twitter kann außerdem auch zur unternehmenseigenen Marktanalyse eingesetzt werden. Die Nachrichten bieten erstklassige Ressourcen, wie Kunden und Konkurrenten auf neue Produkte reagieren und geben dem Unternehmen sofortiges Feedback und frühzeitige Warnungen, falls Probleme auftauchen sollten, schlägt Gartner vor.

Jeffrey Mann, einer der leitenden Analysten bei Gartner, hat ein Buch über Einsatzmöglichkeiten von Twitter veröffentlicht. In jedem Fall sollten sich alle Mitarbeiter immer bewusst sein, dass der Informationsaustausch ungesichert ist und den Internet-Benutzungsrichtlinien des Unternehmens zu folgen hat. Sollte ein Unternehmen noch keine offiziellen Firmenrichtlinien dafür erstellt haben, so sollte dies schnellstmöglich nachgeholt werden, empfiehlt Mann.

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