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Microsoft, AOL und Yahoo kämpfen gegen Spam

06.05.2003 | 12:38 Uhr |

Branchenriesen gründen Anti-Spam-Initiative und schlagen gezielte organisatorische und technische Maßnahmen gegen unerwünschte Werbemails vor.

 

Software-Hersteller Microsoft, der Online-Dienst AOL sowie der Internet-Informationsservice Yahoo beziehen gemeinsamen Stellung zum immer größer werdenden Spam-Problem. Zusammen haben die drei börsennotierten Unternehmen vier zentrale Aspekte erarbeitet, die zur Bekämpfung von Spam dienen sollen. Gleichzeitig riefen die bekannten Initiatoren andere Interessensgruppen dazu auf, sich aktiv an der Umsetzung und Verbesserung des Maßnahmenkataloges zu beteiligen.

An erster Stelle sehen die Branchenriesen vor allem den Schutz des Anwenders vor Spam. Bestehende öffentliche Internet-Adressbücher und das Domain Name System (DNS) sollen dabei helfen, den Versand von unerwünschten Werbebotschaften zu erschweren. Offene Relay-Server, Router und Proxies, die keine Autorisierung verlangen, müssen in Zukunft in der Lage sein, Spam-Nachrichten zu entlarven und zu abzublocken. Gleichzeitig haben sich Microsoft, AOL und Yahoo dazu verpflichtet, die jeweils eigenen Freemail-Systeme so zu verändern, dass darüber der Spam-Versand erheblich erschwert wird.

Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell auf die geschäftliche E-Mail-Kommunikation ausgerichtet haben, können sich beim Entwurf von Werbebotschaften an definierte Standards halten, mit denen auch der Endkunde in der Lage ist, Spam von seriösen Angeboten zu unterscheiden. Schließlich möchten Microsoft und Konsorten hinter den Internet-Kulissen dafür sorgen, dass sich die technischen Mittel verbessern, mit denen eine effektive Strafverfolgung gegen identifizierte Spammer gesichert ist. Zu diesem Zweck wollen die drei Initiatoren zunächst eng mit den Exekutivorganen der USA zusammenarbeiten.

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