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Microsoft-Chef setzt auf künstliche Intelligenz

30.06.2016 | 11:16 Uhr |

Microsoft-CEO Satya Nadella stellt allerdings Grundsätze auf, mit der das Miteinander von künstliche und humane Intelligenz gelingen soll.

Satya Nadella, der 2014 die Nachfolge von Steve Ballmer als Chef bei Microsoft übernahm, baut den Konzern um – vor allem Cloud-Service für Nutzer soll neben den klassischen Angeboten wie Betriebssystem und Office-Paket im Vordergrund stehen. Dabei spielt die Entwicklung künstlicher Intelligenz, die Microsoft sie insbesondere mit Cortana versucht zu implementieren, auch in Redmond eine gewichtige Rolle.

In die aktuelle Diskussion über Chancen und Gefahren künstlicher Intelligenz nicht nur in Computern, sondern auch in Maschinen wie Roboter mischt sich der Microsoft-CEO mit Texten ein, die unter der Überschrift "The Partnership of the Future" zuerst im Online-Magazin Slate und später erneut  beim Business-Netzwerk LinkedIn veröffentlicht wurden, das gerade von Microsoft übernommen wird. Die Kollegen vom ZDNet berichten ausführlich darüber. Demnach sieht Nadella große Chancen in der Entwicklung und Ausbreitung der künstlichen Intelligenz und baut darauf, dass Mensch und Maschine zusammenarbeiten werden, und nicht gegeneinander. Gerade im Kampf gegen Krankheit, Unwissenheit und Armut sieht er hier visionäre Möglichkeiten.

Doch die künstliche Intelligenz müsse auch so entwickelt werden, dass sie der Menschheit hilft, das ist sein erster Grundsatz. Sie müsse zudem transparent sein und Effizienz maximieren, ohne gegen die Menschenwürde zu verstoßen. Auch eine Art algorithmischer Verantwortung fordert er, um Menschen keinen Schaden zuzufügen beziehungsweise rückgängig machen zu können. Dazu komme intelligente Privatsphäre. Ein weiteres wichtiges Prinzip fordert Nadella im Hinblick auf Vorurteile – künstliche Intelligenz wird vor allem von weißen Männern entwickelt. Falsche Heuristiken könnten dazu führen, dass sich Diskriminierungen auch durch künstliche intelligenten ausbreiten. Schon vor vielen Jahrzehnten hat der Naturwissenschaftler und Science-Fiction-Autor Isaac Asimov in einer Kurzgeschichte seine berühmten drei Robotergesetze veröffentlicht.

Die Diskussion um die Entwicklung künstlicher Intelligenz ist in vollem Gange – Macwelt.de berichtete kürzlich von Visionären und Mahnern in Bezug auf eine "Singularität" der künstlichen Intelligenz , womit der Zeitpunkt gemeint ist, an dem Computer erstmals intelligenter sein werden als Menschen. Unter den Mahnern befindet sich ein gewichtiger Vorgänger von Nadella – der frühere Microsoft-Chef und Mitbegründer des Konzerns Bill Gates.

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