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Microsoft: Kampfansage an Amazon

26.04.2013 | 11:00 Uhr |

Microsoft senkt die Preise für Windows Azure drastisch. Gleichzeitig baut das Unternehmen sein Angebot an Services und Apps aus.

Microsoft sagt seinem größten Konkurrenten in der Wolke deutlich den Kampf an und senkt die Preise für Azure Cloud Services und Azure Virtual Machines auf das Niveau von Amazon Web Services (AWS). Auch die Preise für andere Azure-Angebote sollen auf AWS-Level fallen. „Falls jemand Bedenken hatte, dass Windows Azure teurer sei, setzen wir diesen Sorgen jetzt ein Ende“, schreibt Steven Martin, Operations General Manager für Windows Azure, im hauseigenen Blog. Die Preise für Rechenleistung, Storage und Bandbreite sollen demnach nicht mehr von denen anderer Anbieter abweichen. Um das Vorhaben umzusetzen, nimmt Microsoft Preissenkungen von einem Fünftel bis zu einem Drittel in Kauf.

Microsoft hat darüber hinaus angekündigt, auch bei den „Commodity Services“ auf AWS gleichauf bleiben zu wollen und bei eventuellen Preissenkungen der Konkurrenz mitzuziehen. Um einen Rabatt auf Virtual Machines zu erhalten, müssen Kunden Verträge mit sechs bis zwölf Monaten Laufzeit unterzeichnen. Der Abschlag variiert in Abhängigkeit von Umfang und Laufzeit der Vereinbarung. Gelten sollen die neuen VM-Konditionen ab 1. Juni, die niedrigeren Preise für Windows Azure Cloud Services Web sind schon in Kraft getreten.

Mit den Preissenkungen macht Microsoft nach eigenen Angaben auch die Windows Azure Infrastructure Services verfügbar und verbessert das Angebot an Apps: SQL Server, Sharepoint, Biztalk Server und Dynamics NAV sind künftig so konfiguriert, dass sie ohne Modifikationen in der Azure-Cloud laufen können.

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