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Microsoft rechnet: Ein voller iPod kostet 30.000 Dollar

12.05.2009 | 12:51 Uhr |

Schlechtrechnen mit Microsoft: Ein Zune-Prediger rechnet in einem neuen Werbespot vor, dass es 30.000 Dollar kosten würde, einen iPod mit iTunes "voll zu kaufen". Der eigene Dienst sei sehr viel günstiger.

iPod Kosten
Vergrößern iPod Kosten

Microsoft fährt bei seiner Anti-Apple-Kampagne neue Geschütze auf. Das aktuelle Ziel: Der iPod und iTunes Store. Microsoft lässt einen Finanzberater erlären, dass es 30.000 Dollar koste, einen iPod mit Musik aus dem iTunes Store zu befüllen. Die Rechnung ist einfach: Der iPod mit 120 GB Speicherplatz fasst etwa 30.000 Lieder. Ein Song kostet 99 Cent - zumindest die meisten. Dies solldie fragliche Summe ergeben.

Alles für die Aufmerksamkeit

Mit dem hauseigenen Abodienst koste es jedoch nur 15 Dollar pro Monat, den Zune mit Musik zu füllen. "Zune Pass" heißt das beworbene Produkt. Hier können Nutzer Musik gegen eine Pauschalgebühr laden. Die Musik verfällt, wenn der Nutzer sein Abo kündigt. Pro Monat gibt es allerdings zehn Lieder, die man behalten kann. Die Rechnung, die Microsoft aufstellt, ist so schief, dass man Absicht unterstellen muss. Dass es Widerspruch von Internetnutzern geben würde, war den Machern vermutlich bewusst. Es ging wohl um Aufmerksamkeit.

Der Vergleich "Kaufmusik" gegen "Leihmusik" kann nicht funktionieren. Zudem kostet ein Song bei iTunes nicht zwangsläufig 99 Cent. Kauft man Alben, fällt der Preis ohnehin, da Alben meist 9,99 Dollar kosten und mehr als zehn Stücke enthalten. Aber Microsoft ging es offenbar nicht um eine faire Gegenüberstellung, sonder darum, den iPod mit scheinbar hohen Folgekosten schlecht darzustellen. Erfolgreich? Hier ist das Video.

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