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Microsoft auf Apples Spuren

28.09.1999 | 00:00 Uhr |

Akamai bedeutet intelligent, clever und cool - das behauptet zumindest die gleichnamige Firma mit Sitz in Cambridge, Massachusetts. Clever scheint auch Apple gewesen zu sein, als sich das Unternehmen im Juni für 12,5 Millionen US-Dollar rund fünf Prozent der Akamai-Aktien sichern konnte. Microsoft bestätigte nun ebenfalls eine Investition in die Internet-Company. Im Gegensatz zu Apple reichen Microsofts 15 Millionen US-Dollar jedoch nur für rund ein Prozent der Akamai-Aktien.

Akamai steht nicht zufällig auf den Investitionslisten von Apple und Microsoft. Apple wählte Akamai als exklusiven Distributor für Quicktime TV, das die Mac-Company im Juli auf der Macworld Expo in New York vorstellte. Zusammen wollen Apple und Akamai ein Internet-Streaming-Netz anbieten, das schnell ist und eine qualitativ hochwertige Übertragung von Bild und Ton gewährleistet. Das Akamai-Netzwerk bringt Apples Quicktime-TV-Technologie vor allem Zuverlässigkeit. Dies stellte Akamai bereits mit der Distribution des Mac-OS-8.6-Softwareupdates und des Kino-Trailers "Star Wars: Epsiode 1: The Phantom Menace" unter Beweis.

Dass Microsoft vielleicht noch cleverer ist als Apple, zeigen die Details der strategischen Partnerschaft zwischen der Gates-Company und Akamai. Microsoft ist auch am digitalen Mediamarkt interessiert und hofft mit seiner Investition in Akamai, der eigenen Streaming-Software Windows Media Player zu mehr Popularität zu verhelfen. Im Gegensatz zum Apple-Deal scheint die Akamai-Microsoft-Partnerschaft jedoch eine weitere Komponente zu haben: Microsoft will die Akamai-Software Freeflow für die Windows-Plattform und damit Windows NT bei den Internet Service Providern populär machen. Bleibt zu hoffen, dass Apple diese Notwendigkeit ebenfalls erkannt hat und Freeflow für Mac-OS X Server bereits in der Entwicklung ist. mst

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