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Microsoft boykottierte Quicktime unter Windows

09.10.1998 | 00:00 Uhr |

Der Nachrichtendienst CNN hat einen früheren Bericht bestätigt, demzufolge Microsoft versucht hat, Quicktime vom Windows-Markt fernzuhalten. In einer E-Mail, die Don Bradford von Microsoft früher in diesem Jahr an Apples Entwicklungschef Avi Tevanian geschickt hatte, war von Microsoft offenbar das Angebot gekommen, Apple beim Absatz von Videosoftware den Rücken freizuhalten, wenn Apple dafür Quicktime für Windows zurückhalte.

Besonders pikant ist diese Meldung im Zusammenhang mit Microsofts Agieren vor der US-Justizbehörde, wo sich die Frage, inwieweit E-Mails als Beweismaterial gelten dürfen, zu einem der Kernpunkte der Verhandlungen entwickeln dürfte. Während Microsoft seine Verteidigung in den Auseinandersetzungen mit Netscape auf E-Mails aufbaut, die zwischen den Firmenverantwortlichen hin und her gingen, versuchen die Anwälte des Unternehmens im Rechtsstreit mit Sun wegen Java E-Mails aufgrund ihres informellen Charakters als Beweismaterial zu diskreditieren. mbi

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