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Microsoft bringt Billig-Windows in Asien

12.08.2004 | 10:24 Uhr |

Microsoft kündigte eine Billig-Version von Windows-XP an, die ab Oktober in Thailand, Malaysia und Indonesien angeboten werden soll.

Ziel des zwölfmonatigen Pilotprojekts ist es unter anderem, die Beziehungen zu den dortigen Regierungen zu verbessern, berichtet das "Wall Street Journal". Hauptgrund für die Einführung dürfte jedoch sein, der zunehmenden Verbreitung von Linux in asiatischen Ländern Einhalt zu gebieten.

Die "Windows XP Starter Edition" wird es nicht als Stand-alone-Version, sondern lediglich im Paket mit einem neuen PC geben, sagte ein Unternehmenssprecher. Entsprechende Rechner sollen für rund 300 Dollar zu haben sein. Im Vergleich zur normalen Windows-XP-Version fehlen einige Netzwerkfunktionen. So soll sich das System zwar für den Einsatz auf dem Heim-PC eignen, sich im Unternehmen jedoch nicht nutzen lassen. Außerdem wurden die Multitasking-Eigenschaften beschränkt. Laut Microsoft können nur drei Anwendungen parallel betrieben werden.

Die abgespeckte Windows-Variante kündigte Andrew McBean, Managing Director von Microsoft in Thailand, bereits im Februar 2004 an. Anlass für die Entwicklung war die Teilnahme Microsofts am PC-Förderprogramm des thailändischen Ministeriums für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT). Die Politiker in Südostasien hatten immer wieder die zu hohen Preise von Microsoft-Produkten kritisiert (Computerwoche.de berichtete).

Nach Auskunft von Maggie Wilderotter, Senior Vice President der Business-Strategy-Abteilung bei Microsoft, soll die Starter Edition schon bald in weiteren Ländern eingeführt werden. Wilderotter verriet zwar nicht, in welchen, aus früheren Interviews geht jedoch hervor, dass es sich dabei um Russland, Brasilien und Jordanien handeln könnte. (lex)

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