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Microsoft droht erneut Konflikt mit der Justiz

14.02.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wieder einmal hat Microsoft das US-Justizministerium auf den Plan gerufen. Diesmal interessieren sich die Kartellwächter für eine Finanzspritze von 135 Millionen Dollar, die die Gates-Company in den angeschlagenen Konkurrenten Corel investierte. Jetzt geht es darum, ob Microsoft mit dieser Aktion den Wettbewerb im Markt für Office-Anwendungen behindert, den der Softwareriese zu über 90 Prozent beherrscht. Verdacht schöpfte die Kartellbehörde vor allem, als Corel kurz nach der Microsoft-Finanzspritze ankündigte, sich von seiner Linux-Distribution, die mit Microsofts Windows konkurriert, trennen zu wollen (Computerwoche online berichtete). Ferner nehmen die Kartellwächter einen Vertrag unter die Lupe, in dem sich Corel verpflichtet hat, neue Anwendungen zunächst für Microsofts ".NET"-Software zu entwickeln. Versionen für andere Betriebssysteme sollen erst danach folgen. Die Gates-Company wurde inzwischen aufgefordert, dem Justizministerium alle internen Dokumente zur Corel-Investition auszuhändigen.

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