943946

Microsoft droht mit Windows-Rückzug aus Südkorea

31.10.2005 | 12:43 Uhr |

In einer Pflichteingabe an die US-Börsenaufsicht SEC hat Microsoft in Aussicht gestellt, Windows vom südkoeranischen Markt zurückzuziehen oder neue Versionen dort später auf den Markt zu bringen.

Windows XP N
Vergrößern Windows XP N

Der Softwarekonzern droht damit der koreanischen Regulierungsbehörde Korea Fair Trade Commission (KFTC), die nach europäischem Vorbild Maßnahmen gegen etwaiger Wettbewerbsverletzungen gegen Microsoft anstrengt. Ausgelöst hat die Anti-Kartell-Untersuchungen eine bereits 2001 eingereichte Klage des südkoreansichen Portalbetreibers Daum Communications, der eine Instant-Messenger-Software vertreibt und sich durch den mit Windows ausgelieferten MSN-Messenger benachteiligt sieht. Im Oktober 2004 reichte ebenso Real Networks Klage ein, den Windows Media Player im Visier. Während sich jedoch Real Networks und Microsoft laut Microsofts Marketing-Manager für den asiatisch-pazifischen Raum Oliver Roll geeinigt hätten und ein Vergleich mit Daum Communications nach koreanischen Presseberichten nicht auszuschließen sei, gehen die Untersuchungen der KTFC weiter. Microsoft habe der Kommission bedeutet, koreanische Verbraucher hätten durch ei großes Softwareangebot und niedrige Preise von der hohen Marktdurchsetzung Microsofts profitiert. In ihren Maßnahmen gegen den Konzern will sich die KTFC an die EU-Kommission anlehnen, die Microsoft zur Zahlung eines Strafgeldes und zum Verkauf einer Media-Player freien Windows-Version gezwungen hat.

0 Kommentare zu diesem Artikel
943946