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Microsoft entschärft Kritik an Open Source

04.10.2005 | 11:25 Uhr |

Open Source - Gefahr für Microsoft, Chance für Apple
Vergrößern Open Source - Gefahr für Microsoft, Chance für Apple

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft schlägt in der bislang scharf geführten Auseinandersetzung mit freien Softwareprojekten wie Linux moderatere Töne an. «Wir konkurrieren nicht mit Open Source», sagte Microsoft-Stratege Martin Taylor am Montag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in München. Open Source sei nur eine Methode, Software zu schreiben. «Wir stehen ja auch nicht mit dem Wetter im Wettbewerb», sagte Taylor. Microsoft konkurriere mit konkreten Produkten wie dem Betriebssystem Linux oder dem Web-Server Apache und den damit verbundenen kommerziellen Dienstleistungen. In 2001 hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer Open Source noch als «Krebsgeschwür» bezeichnet, das «in Bezug auf geistiges Eigentum alles befällt, was es berührt».

Unter Open Source versteht man Computer-Programme, deren Quelltext («Code») frei eingesehen und unter bestimmten Bedingungen auch verändert werden kann. Open-Source-Programme dürfen beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden. Microsoft dagegen arbeitet mit einem kommerziellen Software-Modell, bei dem der Quellcode der Programme Eigentum des Softwarekonzerns bleibt.

Taylor, der als «General Manager Plattform Strategy» in der Microsoft-Führung für den Wettbewerb mit anderen System-Plattformen zuständig ist, räumte in dem dpa-Gespräch ein, auch sein Unternehmen habe vor drei, vier Jahren eine sehr emotionale Debatte um Open Source geführt. Mit der Übernahme der deutschen Linux-Firma SuSE durch den US-Softwarekonzern Novell sowie den finanziellen Erfolgen des Linux-Anbieters Red Hat habe sich diese Diskussion aber immer weiter versachlicht. «Die Kunden schauen heute stärker auf die Gesamtkosten einer Softwarelösung. Und wir sind davon überzeugt, dass Microsoft hier unterm Strich besser abschneidet.». (dpa)

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