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Microsoft erwirbt Unix-Lizenz von SCO

19.05.2003 | 11:00 Uhr |

Definitiv am meisten überrascht hat uns heute Morgen die Nachricht, dass Microsoft von der SCO Group eine Lizenz zur Nutzung von Unix-Technik und -Quellcode erwerben wird (nein - das ist diesmal KEIN Aprilscherz).

Finanzielle Details der Übereinkunft sind nicht bekannt. Klar ist aber, dass dadurch SCOs umstrittene Kampagne gestärkt wird, Gebühren für die Nutzung des "antiken" Betriebssystems zu kassieren.

Microsofts Entscheidung verdeutlicht, dass die Anwälte des Redmonder Konzers SCOs Patente für wichtig halten, und könnten andere Unternehmen zu ähnlichen Verträten bewegen. SCO hat nach eigenen Angaben bereits einen weiteren Lizenz-Deal mit einer namhaften Hightech-Firma unter Dach und Fach gebracht, wollte aber keine Namen nennen. "Unsere bisherigen Abschlüsse sind signifikant", verkündete SCO-CEO (Chief Executive Officer) Darl McBride.

Unix wurde in den 60er Jahren von Forschern bei AT&T entwickelt. Fast alle größeren Computerhersteller namen die Software später in Lizenz und setzten sie in modifizierten Derivaten ein. Novell kaufte die Rechte im Jahr 1992 und veräußerte sie 1995 weiter an SCO, das seinerzeit bereits eine Unix-Variante für Intel-Prozessoren anbot. Der Linux-Anbieter Caldera schließlich übernahm vor zwei Jahren den größten Teil von SCOs Geschäft und benannte sich unlängst in SCO Group um. (tc)

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