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Microsoft klagt gegen Brüsseler Rekord-Bußgeld

08.06.2004 | 13:19 Uhr |

Luxemburg - Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat am Dienstag beim Luxemburger EU-Gericht gegen das Rekord-Bußgeld der EU-Kommission von fast 500 Millionen Euro Klage eingelegt.

Das bestätigte das EU-Gericht Erster Instanz auf Anfrage. Die EU-Kommission hatte im März entschieden, dass Microsoft sein Quasi-Monopol bei Betriebssystemen für Personalcomputer (PC) ausgenutzt und damit EU-Wettbewerbsrecht gebrochen hatte. Es ist die höchste Geldbuße, die in der EU jemals gegen ein einzelnes Unternehmen verhängt wurde.

Der Konzern habe seine Beschwerde beim EU-Gericht erster Instanz in Luxemburg eingereicht, hieß es. Das Gericht bestätigte, einen Antrag von Microsoft auf Aufhebung der Kommissionsentscheidung erhalten zu haben.

Die Kommission hatte dem Konzern ein Rekord-Bußgeld von 497,2 Millionen Euro auferlegt und ihn verpflichtet, bei Betriebssystemen für Server technische Angaben zu Schnittstellen offen zu legen. Der Chefjustiziar von Microsoft Europa, Horacio Gutierrez, erklärte in einer schriftlichen Mitteilung, die EU-Entscheidung untergrabe innovative Bemühungen erfolgreicher Unternehmen.

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