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Microsoft kündigt erweiterte Sicherheits-Offensive an

07.10.2005 | 13:16 Uhr |

Microsoft hat im Kampf gegen die zunehmenden Angriffe über das Internet am Donnerstag eine neue, umfangreiche Sicherheits-Strategie in München vorgestellt.

Steve Ballmer
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Neben einer Partnerschafts-Initiative mit führenden Sicherheits-Unternehmen kündigte das Unternehmen ein neues Software-Paket zum Schutz sowohl von Geschäftskunden als auch Heim-Anwendern an. Das neue Produkt «Microsoft Client Protection» soll sowohl Personal Computer etwa in Unternehmen, Laptops sowie Datenserver effektiv vor Angriffen von Außen schützen.

Die Entwickler von Computerviren würden immer aggressiver, sagte Microsoft-Sicherheits-Chef Mike Nash. «Die Motive der Hacker haben sich inzwischen verändert, heute sehen wir immer mehr kriminelles Verhalten, das Unternehmen Millionen von Dollar kostet.» Um sich vor Angriffen effektiv zu schützen, bräuchten die Kunden eine «robuste Lösung». Microsoft werde mit der neuen «Client Protection Technology» dafür ein ganzheitliches Software-Paket aus einer Hand bieten. Der neue Software-Schutz habe die Beta-Testphase durchlaufen, ein konkreter Termin für den Markstart stehe jedoch noch nicht fest, sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer in München.

«Um eine höhere Sicherheit vor schädlicher Software, Viren, Phishing-Angriffen und anderen Arten des Internet-Betrugs zu erreichen, benötigen wir untereinander abgestimmte langfristige Aktivitäten aller Technologie-Unternehmen, Kunden und Behörden», sagte Ballmer. Gemeinsam mit zahlreichen Unternehmen und Partnern wolle Microsoft künftig in der neu gegründeten SecurityIT-Allianz auf Basis der Microsoft-Software neue Sicherheitslösungen entwickeln. Der Allianz gehören auch führende Antivirensoftware-Hersteller wie McAfee, TrendMicro, F-Secure, Symantec oder VeriSign an.

Mit eigenen Programmen zum Schutz gegen Viren und Spam-Mails tritt der weltgrößte Softwarekonzern allerdings auch in unmittelbare Konkurrenz zu Partnern aus der SecurityIT-Allianz. Noch in diesem Winter will das Unternehmen mit zum Beispiel auch mit «Antigen» eigene Antivirus- und Antispam-Software sowie einen eigenen Virenscanner veröffentlichen.

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