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Microsoft legt Berufung gegen neues EU-Strafgeld ein

04.10.2006 | 13:09 Uhr |

Microsoft hat gegen die von der EU-Wettbewerbskommission im Juli im Kartellverfahren gegen den Konzern wegen nicht eingehaltener Wettbewerbsauflagen ausgesprochene Geldstrafe von 280,5 Millionen Euro Berufung eingelegt.

Microsoft drohen strenge Wettbewerbs-Auflagen in Europa
Vergrößern Microsoft drohen strenge Wettbewerbs-Auflagen in Europa

Das EU-Gericht in Luxemburg beschäftigt sich bereits mit Microsofts Berufung gegen die 2004 ausgesprochenen Auflagen wie der Verpflichtung zum Verkauf einer Windows-Version ohne Mediaplayer, Offenlegung von Quellcode für Serverprotokolle und der Strafe über 500 Millionen Euro. Diese erste Berufung wird das Gericht aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr verhandeln, die am Dienstag eingereichte weitere Berufung soll in der ersten Jahreshälfte 2007 dran kommen.

Während Microsoft 2004 die Strafe gezahlt und eine bisher nicht nennenswert verkaufte Windows-Version ohne Mediaplayer auf den Markt gebracht hatte, veröffentlichte der Konzern bis dato keine seiner Serverprotokolle, um diese der Konkurrenz zu öffnen. Die Eu-Kommission hatte daraufhin die Geduld verloren und die weitere Strafe über 280,5 Millionen Euro verhängt.

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