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Microsoft legt im EU-Kartellstreit neuen Kompromissvorschlag vor

17.02.2004 | 13:08 Uhr |

Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft hat im Kartellstreit mit der EU-Kommission vorgeschlagen, Konkurrenzprodukte auf CD anzubieten.

Der Vorschlag stehe im Mittelpunkt der Bemühungen um die Beilegung des Streites und betreffe vor allem das Microsoft-Produkt Media Player, berichtet die "Financial Times" (Dienstagausgabe). Microsoft-Konkurrenten wollen sich damit nach Zeitungsangaben nicht zufrieden geben, weil nur ein Bruchteil der auf solchen CD angebotenen Software von den Benutzern auch verwendet werde.
Die Koppelung des Windows-PC-Betriebssystems mit dem Windows-Media-Player ist nicht die einzige Praxis, an der die EU-Wettbewerbshüter bei Microsoft Anstoß nehmen. Gleichzeitig wirft Brüssel dem Unternehmen vor, auf rechtswidrige Weise seine beherrschende Stellung im Markt für PC-Betriebssysteme auf den Markt der einfachen Server-Betriebssysteme erweitert zu haben.
Offiziell will die EU-Kommission den Fall bis zum 1. Mai abschließen, doch deutete Wettbewerbskommissar Mario Monti einen rascheren Abschluss an. Im März will die Kommission nach Zeitungsangaben allerdings erst noch die EU-Länder in dieser Angelegenheit um eine Stellungnahme bitten.

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