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Microsoft nicht an PeopleSoft interessiert

04.10.2004 | 10:25 Uhr |

Das weltgrößte Softwarehaus Microsoft ist nicht an einer Übernahme des Konkurrenten PeopleSoft interessiert.

Microsoft werde im Kampf von PeopleSoft gegen die 7,7 Milliarden Dollar schwere feindliche Übernahmeofferte von Oracle nicht als weißer Ritter auftreten, sagte Unternehmenschef Steve Ballmer der «Financial Times» (Montag). Er habe sein Augenmerk auf kleine und mittelgroße Firmen gerichtet. Ein Kauf der deutschen SAP, mit der Microsoft im vergangenen Jahr verhandelt hatte, stehe ebenfalls nicht auf der Tagesordnung, sagte Ballmer. «Aber man soll niemals nie sagen».
Oracle versucht seit mehr als einem Jahr, den zweitgrößten Unternehmenssoftware-Anbieter nach dem deutschen SAP-Konzern zu schlucken. Am Freitag hatte PeopleSoft überraschend die Entlassung seines Chefs Craig Conway bekannt gegeben. Conway war gegen das feindliche Übernahmeangebot durch Oracle. Deshalb ist nach Auffassung von Branchenkennern eine Übernahme näher gerückt.
Anfang September hatte ein US-Bundesgericht Oracle erlaubt, die Übernahmebemühungen fortzusetzen, weil keine Wettbewerbsverzerrung zu erkennen sei. Eine Entscheidung der EU-Kommission zur geplanten milliardenschweren Übernahme steht noch aus.

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