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Microsoft prüft Patentklagen gegen Bürosoftware Open Office

17.09.2004 | 11:00 Uhr |

Hamburg - Der Softwarekonzern Microsoft Corp. prüft einem Zeitungsbericht zufolge rechtliche Schritte gegen Benutzer der frei kopierbaren Bürosoftware Open Office.

In einer Vereinbarung zwischen Microsoft und dem Konkurrenten Sun Microsystems sei ein solches Vorgehen nicht ausgeschlossen worden, berichtet die "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) unter Berufung auf eine Eingabe von Sun bei der Börsenaufsicht SEC. Im April hatte Microsoft sich in dieser Vergleichsvereinbarung zur Zahlung von zwei Milliarden Dollar an Sun bereit erklärt.

Mit rechtlichen Maßnahmen gegen Benutzer von Bürosoftware würde Microsoft erstmals direkt gegen unliebsame Konkurrenten wie Linux oder Open Office juristisch zu Felde ziehen. Bislang versucht lediglich die von Microsoft unterstützte US-Firma SCO gegen Nutzer von Linux rechtlich vorzugehen.

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