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Microsoft räumt deutschen Behörden Sonderkonditionen ein

11.04.2003 | 10:05 Uhr |

Berlin (dpa) - Das Bundesinnenministerium hat für die Nutzung vonMicrosoft-Produkten mit dem US-Softwarekonzern neue Konditionenausgehandelt. Die Lizenzrahmenverträge ermöglichten der Behörde nebendem Kauf künftig auch das Mieten von Software, teilte das Ministeriumam Freitag in Berlin mit. «Durch die Vereinbarungen sparen Bund,Länder und Gemeinden viel Geld», sagte Innenminister Otto Schily(SPD) zum Vertragsabschluss. Die neue Lizenzpolitik von Microsoft warunter anderem wegen befürchteter Mehrkosten in der Vergangenheitheftig in die Kritik geraten.

"Die Verträge geben allen Behörden die Chance, Microsoft-Produktekostengünstig einzusetzen, ohne verpflichtet zu sein, ausschließlichMicrosoft-Produkte zu verwenden", sagte Schily. Die Vereinbarungensicherten den Behörden eine hohe Flexibilität bei der Ausstattung mitSoftware zu und unterstützten auch die "Koexistenz mit anderenSoftwareprodukten".

Entsprechende Rahmenverträge hatte das Ministerium im vergangenenJahr auch mit dem Computerkonzern IBM für die Nutzung offenerSoftware wie Linux abgeschlossen. Kritiker, unter anderem die«Bundestux»-Initiative einer Reihe von Abgeordneten aller Fraktionen,setzten sich für die alternative Nutzung von freier Software wie dasBetriebssystem Linux ein. Nach dem 11. September erklärte Schily dieVermeidung von "Monokulturen" im Softwarebereich zu einer wichtigenSicherheitsmaßnahme.

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