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Microsoft reicht Gegenklage gegen Sendo ein

05.02.2003 | 14:50 Uhr |

Microsoft hat bei seinen Bemühungen um den Mobilfunkmarkt eine Gegenklage gegen den einstigen Partner Sendo eingereicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch. Der Softwaregigant aus Redmond (US-Bundesstaat Washington) wirft dem britischen Handybauer vor, mit dem Ausstieg aus dem gemeinsamen Joint Venture vertragsbrüchig geworden zu sein. "An dem Fehlschlag des Microsoft/Sendo-Projekts sind allein Sendos zahlreiche Vertragsverletzungen schuld", zitiert Bloomberg aus einem Dokument, das Microsoft einem Bezirksgericht in Texas vorgelegt haben soll. Zudem habe Sendo seinen Partner über dessen finanzielle Lage und das Stadium der Produktion getäuscht. Microsoft habe dagegen zu keinem Zeitpunkt technische Informationen über die Herstellung der Handys mit schnellem Internetzugang unerlaubt verwendet. Die beiden Unternehmen waren im vergangenen November ein Joint Venture zur Produktion eines Handys mit Microsoft-Betriebssystem eingegangen. Mit dem "Z100" von Sendo hatte sich der weltgrößte Softwarehersteller in Europa und Deutschland die lang ersehnte Eintrittskarte für den Mobilfunkmarkt erhofft. Im Dezember hatte sich das britische Unternehmen jedoch überraschend kurz vor Auslieferung der ersten Geräte zurückgezogen und wechselte zum Marktführer Nokia. Sendo warf Microsoft später vor, angeblich Unternehmensgeheimnisse illegal für den Bau eines eigenen Handys abgezogen zu haben. dpa

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