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Microsoft ruft vier Mitarbeiter in den Zeugenstand

30.04.2002 | 11:31 Uhr |

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - Im laufenden US-Kartellverfahren gegen Microsoft wird die Gates-Company in dieser Woche vier leitende Mitarbeiter, einen Technologie-Professor sowie Gregg Sutherland, Senior Vice President von Qwest Communications International, in den Zeugenstand rufen. Sutherland soll nach Angaben von Microsoft die von der Anklage vorgebrachten Argumente entkräften, wonach der Softwareriese mit Windows TK-Produkte und -Services behindert habe. Stuart Madnick, Professor an der Sloan School of Management am Massachusetts Institute of Technology (MIT), werde sich zu technischen Aspekten äußern. Dabei soll es unter anderem um die Machbarkeit der von den klagenden neun US-Bundesstaaten geforderten technischen Veränderungen von Windows gehen. Die Anklage verlangt unter anderem, dass Microsoft eine abgespeckte Version seines Betriebssystems auf den Markt bringt.

Ferner werden folgende Microsoft-Führungskräfte aussagen: Vice President Robert Short, verantwortlich für den Windows-OS-Kernel, Senior Vice President Richard Fade, zuständig für die Beziehungen zu OEMs (Original Equipment Manufacturers), Will Poole, Vice President der Einheit Digital Media, und Linda Averett, Produktmanagerin für die Microsoft-Division Windows Media Platform.

Insgesamt stehen 29 Personen auf Microsofts Zeugenliste. Bislang haben bereits neun davon vor Gericht ausgesagt, darunter Firmenmitbegründer und Chairman Bill Gates (Computerwoche online berichtete). (ka)

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