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"Microsoft sabotiert Quicktime"

05.11.1998 | 00:00 Uhr |

Am gestrigen Mittwoch stellte sich Avadis Tevanian, Apples Software-Entwicklungschef, erstmalig als Zeuge der Regierung im Antitrust-Prozeß gegen Microsoft den Fragen. Bereits vorher hatte er eine schriftliche Aussage abgegeben (wir berichteten), in der Microsoft vorgehalten wird, Apple dazu gezwungen zu haben, Microsoft Internet Explorer als Standard-Browser mit jedem Betriebssystem auszuliefern. In einem anderen Punkt bezeichnet Tevanian das Verhalten Microsofts als Sabotage und wirft der Gates-Company vor, absichlich Systemcode in Windows 95/98 so geändert zu haben, das beim Abspielen von Quicktime-Inhalten Fehler auftreten. Auch habe Microsoft versucht, Apple aus dem Markt für Abspielsoftware für Multimedia-Inhalte zu zwingen. "Microsofts vordringliches Ziel ist es, zu verhindern oder jemand davon abzuhalten eine neue Plattform zu etablieren." erklärte Tevanian dazu in seiner mündlichen Aussage. Zum Sabotagevorwurf fragte ihn Microsoft-Anwalt Theodore Edelman: "Meinen Sie nicht, das Wort Sabotage zu gebrauchen ist eine Art Übertreibung?" Tevanian entgegnete, der Begriff "klingt passend". Tevanian wird noch mehrere Tage lang im Verfahren gegen Microsoft aussagen. ms

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