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Microsoft schließt Sicherheitslücke im Media Player

22.02.2002 | 12:26 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat die Privacy-Richtlinien für den Media Player geändert, nachdem der Sicherheitsexperte Richard Smith detaillierte Angaben über Sicherheitslücken der Multimediasoftware im Internet veröffentlicht hatte. Hauptkritikpunkt von Smith ist eine Funktion, die den Player beim Abspielen einer DVD oder einer CD mit einem Microsoft-Server verbindet, um Informationen zum Film oder dem Musikalbum abzurufen. Bei solchen Verbindungen liest der Server ein Cookie aus, das die eindeutige Identifizierung des installierten Media Players erlaubt. Da der Player zusätzlich die Titel aller abgespielten Filme und Audiodateien in einer Datenbank speichert, lassen sich die Konsumgewohnheiten des jeweiligen Anwenders leicht ausspionieren und sich daraus Marketingstrategien ableiten, kritisiert Smith. Microsoft hingegen beteuert, die Cookies nicht zu Marketing-Zwecken auszunutzen. Zukünftige Versionen des Media Players sollen dennoch keine Informationen mehr zu Microsoft-Servern schicken, so der Hersteller. (lex)

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