875156

Microsoft schützt seine Bugs nach dem Urheberrecht

12.12.2000 | 00:00 Uhr |

München/Computerwoche - Auf der BugTraq-Mailingliste sind Sicherheitshinweise zu Microsoft-Programmen derzeit nicht zu finden. Der BugTraq-Administrator setzte das Unternehmen auf die rote Liste, nachdem Microsoft den Bulletin-Anbieter der Copyright-Verletzung bezichtigte, weil dieser Microsoft-Texte mit Bugbeschreibungen verschickte.

Hintergrund des Gerangels ist eine Formatumstellung bei den Sicherheitshinweisen von Microsoft. Bislang veröffentlichten die Redmonder diese als Text, der dann von BugTraq per E-Mail weiter verschickt beziehungsweise auf der Site veröffentlicht wurde. Jetzt liefert Microsoft nur noch URLs, die auf Microsoft-Webseiten verweisen. BugTraq schickte daraufhin eine Textversion, die laut Microsoft gegen das Urheberrecht verstößt.

Unternehmensangaben zufolge ist die URL-Lieferung "schneller und genauer" als das Verschicken kompletter Texte über Sicherheitslücken. Insidern zufolge erhält Microsoft mit der Umstellung jedoch auch wichtige zusätzliche Informationen, die es bei verschickten E-Mail-Nachricht nicht gab: zum einen über die Leser der Sicherheitshinweise, da ein Web-Bug integriert wurde (Computerwoche.de berichtete) und zum anderen darüber, welche Bulletins für die Anwender überhaupt interessant sind und angeklickt werden. Web-Bugs sind für den Anwender unsichtbare Tags auf Webseiten oder in HTML-Mails, die Informationen an einen Server liefern, wenn die Seite besucht wird.

Info: Computerwoche

0 Kommentare zu diesem Artikel
875156