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Microsoft setzt auf digitale Konvergenz

08.01.2004 | 10:18 Uhr |

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hat eine Reihe von Initiativen vorgestellt, mit denen digitale Medien wie Musik, Fotos, TV und Video außerhalb eines traditionellen Personal Computers dargestellt werden können.

Am Vorabend der Eröffnung der International Consumer Electronics Show (CES) präsentierte Microsofts «Chef Software Architekt» unter anderem einen portablen Videoplayer und eine Erweiterung des Windows Media Center PCs, mit dem sich Multimedia-Inhalte auf einem Fernseher darstellen lassen. Die neuen Produkte beruhen auf der von Gates seit geraumer Zeit verkündeten Strategie der schrankenlosen Computerwelten («Seamless Computing»), bei denen Anwendungen nahtlos zwischen unterschiedlichen Hardware-Plattformen austauschbar werden. «Software liefert einen Schlüssel für diese Vision.» Im Zentrum der Vision der «schrankenlosen Computerwelt», die Gates in seiner CES-Keynote entwarf, steht das Windows Media Center, ein Windows-PC, der für Multimedia- und Unterhaltungsanwendungen entworfen wurde. Mit Hilfe eines «Extenders» sollen die Inhalte des Media Centers in der gesamten Wohnung auf TV-Geräten, Stereoanlagen oder digitalen Bilderrahmen abgerufen werden können. Die «Extender»-Boxen sollen später im Jahr von Microsoft-Partnern wie Dell, Gateway, Alienware, Hewlett-Packard sowie Samsung und Tatung auf den Markt kommen. Gates griff auf der CES 2004 seine Ankündigung der «Smart Personal Objects Technology» (SPOT) auf, die er im November 2002 auf der Computermesse Comdex in Las Vegas vorgetragen hatte. SPOT-Geräte sind via Funk mit dem Internet verbunden und können personalisierte Inhalten wie Nachrichten, Wetterprognosen oder persönliche Termine empfangen und darstellen. Nun zeigte Gates SPOT-Armbanduhren von Suunto und Fossil, die in den USA in diesen Tagen in die Läden kommen werden.

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