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Microsoft spielt im EU-Kartellverfahren auf Zeit

19.09.2003 | 10:36 Uhr |

Microsoft will seine Stellungnahme zu den neuen Vorwürfen der EU-Kommission, gegen Kartellrechte zu verstoßen, offenbar herauszögern.

Medienberichten zufolge hat die Gates-Company in Brüssel einen Aufschub für ihre Antwort in dem seit vier Jahren anhängigen Verfahren beantragt. Die Wettbewerbshüter hatten dem Softwarekonzern kürzlich eine neue Frist für eine Stellungnahme gesetzt, bevor sie ihr Urteil gegen Microsoft fällen werden (Computerwoche online berichtete). Die EU-Behörde wirft dem Redmonder Softwareriesen vor, er nutze die dominierende Position seines PC-Betriebssystems Windows aus, um seine Marktposition in anderen Bereichen, etwa Lowend-Server oder Media-Player, zu Lasten des Wettbewerbs zu steigern.
Jean-Phillippe Courtois, President und CEO von Microsoft EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika), erklärte gegenüber Reportern, sein Unternehmen werde der EU-Kommission in wenigen Wochen oder Monaten antworten. Microsofts werde sich für die Stellungnahme soviel Zeit wie möglich nehmen. (mb)

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