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Microsoft spielt kostenloses iWork herunter

24.10.2013 | 07:15 Uhr |

Microsoft Office für das iPad bleibt weiterhin nur ein Wunsch. Das kostenlose iWork könnte Word und Co. ohnehin überflüssig machen. Microsoft ist da anderer Ansicht.

Apple gibt ab sofort sein Bürosoftwarepaket iWork kostnlos mit jedem iOS-Gerät und Mac an die Anwender aus. Nicht wenige halten den Zug für einen Angriff auf Microsoft, das es bisher insbesondere nicht geschafft hat, ein vernünftiges Office-Programm für das iPad anzubieten. Im offiziellen Microsoft-Blog widerspricht Frank Shaw diesen Interpretationen. Die Reduzierung des Preises für Apple "leichtgewichtige" Office-Apps seien keineswegs eine Kampfansage an Microsoft, sonder der verzweifelte Versuch, mit den im Hintertreffen gelegenen Apps Boden gut zu machen, erklärt der Mediendirektor des Softwareherstellers. Der Analyst Patrick Moorhead sieht aber in den kostenlosen iWork-Apps genau das: Einen Angriff. "Ich wüsste nicht, wie man das anders sehen könnte," erklärt Moorhead gegenüber dem IDG News Service. Schließlich habe Apples Eddy Cue bei seiner Präsentation der neuen iWork-Apps auch den Preis für ein Abo von Office 365 eingeblendet, die 99 US-Dollar Jahresgebühr standen als bewusster Kontrast. Auch an einer zweiten Stelle der Keynote stellte Apple Microsoft als abschreckendes Beispiel hin: Windows Professional mit seinen 199 US-Dollar musste sich auf die Art mit dem kostenlosen OS X Mavericks vergleichen lassen. Frank Shaw beklagt sich, dass Apples Botschaft gewirkt hat: "Es sieht so aus, dass das typischerweise von Apple erzeugte Realitätsverzerrungsfeld sich über Cupertino hinaus ausgeweitet hat."

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