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Microsoft startet Großangriff auf iPod und Blackberry

13.05.2005 | 11:04 Uhr |

Microsoft will mit seiner neuen Windows- Version “Windows Mobile 5.0” auf breiter Front gleich in mehreren Segmenten vorpreschen und hat dabei auch Apples populären iPod im Visier. Mit dem Trend zu mobilen Multifunktionsgeräten werden die Grenzen zwischen den einzelnen Gerätetypen immer mehr verschwimmen, ist sich Chef-Softwarearchitekt Bill Gates sicher.

Blackberry 7230
Vergrößern Blackberry 7230

“Heute können Sie in Kontakt bleiben, ganz egal wo sie sich befinden und ob sie nun einen portablen Computer oder ein Handy bei sich haben”, sagte Gates. Für den portablen Musik-Player iPod des Computerherstellers Apple, der rund 70 Prozent des Marktes beherrscht, stimmte Gates den Abgesang an. “Ich glaube nicht, dass der Erfolg des iPod sich auf Dauer fortsetzen lässt, so gut Apple auch sein mag”, sagte Gates in einem Interview mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Donnerstagausgabe). Microsoft selbst sei bereits mit einer Reihe von Geräten in diesem Bereich präsent. “Wenn Sie mich aber fragen, welches tragbare Gerät künftig an erster Stelle zum Musik hören genutzt wird, würde ich ganz klar auf das Mobiltelefon tippen.”

Den Produktionsstart von “Windows Mobile 5.0” kündigte Microsoft diese Woche auf einer Entwicklerkonferenz in Las Vegas an. Die Software umfasst unter anderem eine neue Textverarbeitung, einen Media Player zum Abspielen von Musik und Video sowie eine mobile Version der Präsentationssoftware Powerpoint. Zusammen mit der Server-Software Exchange soll künftig auch die so genannte E-Mail- Push-Technologie zur Verfügung stehen, die den “Blackberry” des Herstellers RIM unter Geschäftskunden sehr erfolgreich machte. Dabei werden E-Mails direkt auf das mobile Gerät zugestellt. “Der Blackberry ist großartig, aber wir bringen einen neuen Ansatz”, sagte Gates der Zeitung. “Beim Blackberry brauchen Sie Zugang auf einen separaten Server, und das kostet einiges extra.” Unter der Microsoft-Software soll die E-Mail-Funktion zum Teil der Server-Software gehören. Damit sollen nicht nur Kosten gespart werden, sondern auch Sicherheitsaspekte etwa beim Austausch sensible Unternehmensdaten berücksichtigt werden können.

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