In der bislang nur mäßig erfolgreichen Aufholjagd gegen Apples iPod will Microsoft mit neuen Modellen seines Zune-Players seine Position verbessern. Der Software-Konzern kündigt Anfang Oktober eine neue, kleinere Variante seines Zune-Players an, der mit vier beziehungsweise acht GB Flash-Speicher ausgestattet wurde. Auch der größere Zune-Player mit einer 80-GB-Festplatte wurde überarbeitet. Microsoft war im ersten Halbjahr 2007 in den USA der viertgrößte Anbieter von Musik- und Videoplayern mit einem Marktanteil von drei Prozent. Apple führt nach den Zahlen des Marktforschungsunternehmens NPD Group den Markt mit 71 Prozent klar an. In Deutschland tritt Microsoft bislang nur mit der "Plays for sure"-Allianz zusammen mit Hardware-Partnern wie Creative, Samsung, Trekstor oder iRiver gegen Apple an. Allerdings sind diese Player mit dem Zune-Onlinestore nicht kompatibel. Bislang steht nicht fest, ob und wann Microsoft den Zune-Player außerhalb der USA vermarkten wird. Die Position Microsofts im Kampf gegen den Platzhirschen Apple verbessert sich jedoch kaum: Zwar vermeldet der Handel eine unerwartet hohe Nachfrage nach dem Zune und ausverkaufte Lager, doch Apple wird im Weihnachtsquartal vermutlich rund 25 Millionen iPods abgesetzt haben.
Nach fast zehn Jahren steht der Brüsseler Streit mit Microsoft vor dem Ende: Der weltgrößte Softwarekonzern erfüllt komplett frühere Wettbewerbsauflagen der EU-Kommission und nimmt die schwere Niederlage vor dem Luxemburger EU-Gericht endgültig hin.
Das Unternehmen verzichte auf eine Berufung beim höchsten EU-Gericht, dem Europäischen Gerichtshof, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag in Brüssel. Microsoft sicherte eine weitere enge Zusammenarbeit mit den EU-Wettbewerbshütern und der Branche zu. Die EU-Richter hatten Mitte September ein von der Kommission verhängtes Bußgeld von 497 Millionen Euro sowie einschneidende Wettbewerbs-Sanktionen gegen Microsoft ohne Einschränkungen bestätigt. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes berichtete von persönlichen Geheim-Verhandlungen mit Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer nach dem spektakulären Urteil. Ballmer habe dabei zugesagt, die seit dreieinhalb Jahren strittigen Wettbewerbsauflagen zu erfüllen. Dabei geht es um die Öffnung des marktbeherrschenden Computer- Betriebssystems Windows für mehr Wettbewerb. Der Brüsseler Microsoft- Streit hatte 1998 mit einer Beschwerde des Konkurrenten Sun Microsystems begonnen. 2004 verhängte Brüssel die Geldbuße und die Sanktionen.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 47 von 58
Nächste Seite










Login über einen Foren Account
Gastposting
Gastbeiträge müssen erst freigeschaltet werden, bevor Sie auf der Seite erscheinen.