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Microsoft vergleicht sich in Minnesota

20.04.2004 | 14:32 Uhr |

Microsoft hat eine weitere Sammelklage von Privatkunden aus dem US-Bundesstaat Minnesota wegen zu hoher Preise außergerichtlich beigelegt.

Der weltgrößte Softwareanbieter einigte sich mit den Kunden mit der Zahlung einer Summe in nicht genannter Höhe, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag (Ortszeit). Die Privatkläger warfen dem Unternehmen vor, die Markt beherrschende Stellung seines Betriebssystems Windows ausgenutzt und die Preise in die Höhe getrieben zu haben. Bloomberg zufolge forderten die Kläger 425 Millionen Dollar von dem Softwarekonzern. Windows läuft in verschiedenen Versionen auf 95 Prozent aller Personal Computer.
Erst Anfang April hatte Microsoft den Rechtsstreit mit Sun Microsystems mit der Zahlung von zunächst 1,6 Milliarden Dollar beigelegt. Zuvor zahlte das Unternehmen in einem Patentstreit der Firma InterTrust Technologies 440 Millionen Dollar zur Beilegung der Auseinandersetzung. Ende März hatte die EU-Kommission den Softwaregiganten wegen Markt-Missbrauchs mit einem Rekord-Bußgeld von 497,2 Millionen Euro bestraft. Derzeit sind noch weitere Sammelklagen gegen Microsoft in den US-Bundesstaaten Arizona, Iowa, New Mexico und Wisconsin anhängig.

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