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Microsoft verknüpft Windows und Office mit neuem Online-Service

02.11.2005 | 12:30 Uhr |

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Microsoft wird künftig sein Betriebssystem Windows sowie seine Bürosoftware Office mit einem neuen Onlineangebot verknüpfen. Das kündigte Bill Gates, «Chef-Softwarearchitekt» des weltgrößten Softwarekonzerns, am Dienstag in San Francisco an. Die Angebote «Windows Live» und «Office Live» sollen durch Abogebühren, aber auch durch Werbeumsätze finanziert werden.

«Das Live-Zeitalter hat gerade erst begonnen», sagte Gates. «Das ist ein neuer Weg, sich mit Software zu beschäftigen, ein besserer Weg, der viele neue Möglichkeiten eröffnet.» Der Softwaregigant will nach Einschätzung von Experten mit der Initiative vor allem neuen Wettbewerbern wie Google und Spezialanbietern wie Salesforce.com entgegentreten.

Auf der Basis der neuen Internet-Strategie bietet Microsoft erstmals Bürosoftware über das Internet an. «Office Live» ersetze aber nicht die herkömmlichen Office-Programme wie die Textverarbeitung Word, sagte der Deutschland-Chef von Microsoft, Jürgen Gallmann in München. Die für den Anwender kostenlose und durch Werbung finanzierte Version «Office Live Basic» umfasse einen Speicherplatz im Web von 30 Megabyte, fünf E-Mail-Adressen und ein Werkzeug zum Erstellen einer Website inklusive der Web-Adresse (Domain). Bei «Office Live Essentials» werde der Speicherplatz auf 500 Megabyte und die Anzahl der E-Mail-Adressen auf 50 ausgeweitet. Bei «Office Live Collaboration» stehe die Zusammenarbeit in einem Unternehmen oder mit Partnern und Kunden im Vordergrund. Zu den Preisen der kommerziellen «Live»-Varianten konnte Gallmann noch keine Angaben machen. Unter «Windows Live» fasst Microsoft bestimmte Dienste seines Angebotes MSN wie den Online-Telegrammservice «Messenger» mit einem neuen E-Mail-Dienst und einem Service zum Betreiben von so genannten Weblogs (Online-Journalen im Web) zusammen. Der Dienst soll komplett auf die persönlichen Anforderungen der Anwender angepasst werden können. «Die neuen Live-Dienste von Microsoft beruhen auf einer für alle Interessierten zugänglichen offenen Programmierschnittstelle, mit der Partner ihre eigenen Dienste anbieten können», betonte Gallmann. (dpa)

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