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Microsoft wegen Softwarepiraterie verurteilt

04.12.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Gericht in Nanterre hat Microsoft Frankreich wegen Softwarepiraterie verurteilt. Die Gates-Company muss drei Millionen Francs (umgerechnet rund eine Million Mark) Schadenersatz zahlen. Geklagt haben Raymond Perrin und Isabelle Cuadros, die Ende der 80iger Jahre mit der Firma "Syn'x Relief" Techniken und Tools zur 3D-Bearbeitung von animierten Bildern entwickelten und patentieren ließen.
Streitpunkt war das vom 3D-Grafikspezialisten Softimage entwickelte Microsoft-API-Toolkit (Application Programming Interface) "Softimage3D". Bis 1995 haben Syn'x Relief und die damals 100-prozentige Microsoft-Tochter Softimage zusammengearbeitet. Nach der Trennung von Syn'x Relief hat Softimage einige patentierte Techniken weiterverwendet und war deswegen bereits damals verklagt worden. 1996 ging Syn'x Relief bankrott, was der Firmengründer Perrin auf unfaire Geschäftspraktiken von Microsoft und Softimage zurückführt. Microsoft Frankreich will gegen das Urteil Berufung einlegen. (lex)

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