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Microsoft weist Zensur-Vorwürfe bei Bing zurück

13.02.2014 | 05:34 Uhr |

Microsoft hat Berichte dementiert, laut denen Bing chinesisch-sprachige Suchanfragen auch außerhalb Chinas zensiert. Stattdessen sei ein Fehler schuld.

Am Dienstag gab es Berichte, laut denen Bing von Microsoft auch außerhalb Chinas Suchergebnisse zensiert, wenn bestimmte chinesisch-sprachige Suchanfragen getätigt werden. Der Vorwurf stammt vom Anti-Zensur-Blog Greatfire.org . Dort fielen die zensierten Suchbeiträge bei Bing durch Tests auf. Chinesisch-sprachige Suchanfragen zum Dalai Lama, der religiösen Sekte Falun Gong oder dem Platz des himmlischen Friedens in Peking lieferten demnach bei Bing nicht die gleichen Suchergebnisse wie bei Google.

Microsoft weist die Vorwürfe zurück. Ein technischer Fehler habe dazu geführt, dass bestimmte Websites bei Bing nicht bei den Suchergebnissen angezeigt wurden. Man habe sich das Problem angeschaut und gelöst, hieß es. Microsoft wies außerdem darauf hin, dass man sich in China an die geltenden Gesetze halten müsse und dabei über die IP-Adresse ermittle, ob ein Anwender in China wohnt. Außerhalb Chinas würde damit das chinesische Bing alle Suchergebnisse unzensiert anzeigen.

Greatfire.org hat das Dementi von Microsoft prompt kritisiert . So habe Microsoft die erste Anfrage von Greatfire.org nicht beantworten wollen und habe erst reagiert, als die britische Zeitung The Guardian darüber berichtete. Auch die Angabe von Microsoft, die Suchergebnisse des chinesischen Bing würden außerhalb Chinas nicht zensiert, stimme nicht. Als Beweis nennt Greatfire.org diese Suchanfrage bei Bing. Hier liefere Bing keine Suchergebnisse und begründe dies mit den in China geltenden Gesetze. Und das auch außerhalb von China.

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