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Microsoft will Office-12-Formate offen legen

22.11.2005 | 10:33 Uhr |

Microsoft will die Dateiformate von Word, Excel und PowerPoint aus Office "12" als offene Standards anbieten. Doch wozu, wenn es mit OpenDocument von der OASIS längst einen XML-basierenden Standard gibt?

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Der Redmonder Konzern plant dazu, seine Technik "Office Open XML" der Ecma International zur Standardisierung vorzulegen. Unterstützt wird das Vorhaben von Apple Computer, Barclays Capital, BP, British Library, Essilor International, Intel, NextPage, Statoil sowie Toshiba. Ein Interview dazu mit Jean Paoli, Co-Autor der ersten XML-Spezifikation (Extensible Markup Language) beim Word Wide Web Consortium (W3C) und inzwischen Senior Director XML Architecture bei Microsoft, finden Interessierte hier (in englischer Sprache).

Jedoch stellt sich die - Paoli natürlich nicht gestellte - Frage, warum Microsoft hier das Rad neu erfinden muss/will und nicht stattdessen einfach das ebenfalls XML-basierende Format "OpenDocument" der OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) übernimmt. Der Versuch, Office Open XML zum offenen Standard zu machen, kann ohnehin nur als Reaktion auf die Erfolge (siehe etwa "OpenDocument: Microsofts Rivalen formieren sich" ) dieses von OpenOffice.org/StarOffice unterstützten Formats gewertet werden.

Neue Rückendeckung erhält OpenDocument aktuell von Writely , dem Web-basierenden kollaborativen Dokumenten-Editor der Startup-Firma Upstartle. Writely konvertiert Dokumente gegenwärtig noch in XHTML, will künftig aber auch OpenDocument sowie RTF (Rich Text Format) und PDF offerieren. (tc)

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