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Microsoft will 'Smart Watches' auch nach Europa bringen

09.01.2004 | 10:43 Uhr |

Microsoft will seine intelligenten Armbanduhren, die Informationen via Funk empfangen können, außerhalb der USA vorerst nur in Europa auf den Markt bringen.

Das sagte Microsoft-Gründer Bill Gates am Freitag am Rande der Unterhaltungselektronikmesse CES 2004 in Las Vegas in einem dpa-Gespräch. «Wir würden gerne auch in Japan und in anderen Ländern unsere Smart Watch anbieten, wegen der komplizierten Regulierung der Frequenzspektren in diesen Regionen ist das aber nicht möglich», sagte Gates.
Gates hatte die «Smart Personal Objects Technology» im November 2002 auf der Computermesse Comdex in Las Vegas angekündigt. Zur CES 2004 boten Firmen wie Fossil und Suunto die ersten Modelle zum Kauf an. Auf die Uhren können via UKW Wetterdaten, Nachrichten, Sportergebnisse oder aber auch persönliche Informationen wie Terminerinnerungen gefunkt werden. Käufer einer «Smart Watch» können die Inhalte über ein Abonnement des Onlinedienstes MSN Direct beziehen. Die wichtigste Aufgabe für Microsoft in der kommenden Zeit werde das Thema Sicherheit sein. «Das wird noch drei bis vier Jahre auf unserer Prioritätenliste ganz oben stehen», sagte Gates. «Wir sind schon ein gutes Stück voran gekommen, doch es gibt weiterhin böse Kerle da draußen, die Schaden anrichten wollen.» Nach der Übernahme eines rumänischen Anbieters von Anti-Virussoftware werde Microsoft auch selbst Sicherheitsprodukte offerieren oder in seine Betriebssysteme integrieren. «Wir sind mit den führenden Herstellern von Sicherheitssoftware im Dialog, um der Branche genügend Raum für Innovationen zu lassen.» Gute Fortschritte habe man bei der Bekämpfung von unerwünschten Werbemails («Spam») erzielt. Gates betonte, Microsoft sei mit einem Etat für Forschung und Entwicklung in Höhe von sechs Milliarden Dollar das Unternehmen, das weltweit am meisten für Innovation und ständige Verbesserung der Produkte ausgebe. «Da wir gut verdienen, sind wir in der glücklichen Lage, das zu tun.» Mittel- und langfristig werde sich das für Microsoft auszahlen, auch wenn Produkte wie der Tablet PC oder die Spielekonsole XBox nicht von Anfang an profitabel seien. «Microsoft neigt dazu, bei diesen Dingen einen langen Atem zu haben.» Seit der Gründung von Microsoft 1975 sei ein Großteil der Vision, die er damals mit Paul Allen entwickelt habe, in die Wirklichkeit umgesetzt worden. «Der PC ist das mächtigste Werkzeug, das man sich nur vorstellen kann. Früher hatten nur Regierungen und große Organisationen Zugang zu diesen Ressourcen. Heute kann jedermann darüber verfügen.»

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