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Microsoft will bis Mitte 2007 15 Mio. Xbox-360-Konsolen verkaufen

21.07.2006 | 11:28 Uhr |

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007 will Microsoft weltweit 15 Millionen Einheiten seiner Xbox 360 verkauft haben. Dies teilte das Unternehmen anlässlich der Präsentation der Quartalsergebnisse mit.

Xbox 360 im PC-WELT-Test
Vergrößern Xbox 360 im PC-WELT-Test

Microsoft lässt sich von der nahenden Playstation 3 nicht beirren und hat sich hohe Ziele für seine Xbox 360 gesteckt. Demnach will der Konzern bis Ende des Jahres 8-10 Millionen Einheiten in den Markt pumpen, bis zum Ende des Geschäftsjahres 2007 (endet am 30. Juni 2007) sollen 13-15 Millionen erreicht sein.

Den zeitlichen Vorsprung, den Microsoft sich mit dem frühen Start der Xbox 360 gegenüber der Konkurrenz geschaffen hat, will das Unternehmen nutzen, um vor Erscheinen der Playstation 3 eine ausreichend große Nutzerbasis zu schaffen, um den Konkurrenzkampf mit Sony und Nintendo diesmal etwas spannender gestalten zu können. Inwiefern das Ziel überhaupt erreichbar ist, wird sich zeigen müssen. Nach Angaben des Unternehmens wurden im vierten Quartal 2006 1,8 Millionen Xbox-360-Konsolen verkauft, ein Rekordwert. Dennoch muss sich das Unternehmen anstrengen, um die 15-Millionen-Marke erreichen zu können, da bislang laut Microsoft rund 5 Millionen Geräte abgesetzt wurden. Somit müsste Microsoft in den kommenden Quartalen im Schnitt 2,5 Millionen Einheiten absetzen. Und im November wird mit der Playstation 3 ein gewichtiger Gegenspieler den Ring betreten.

Der frühe Start hat allerdings einen weiteren Vorteil, der Microsoft im Kampf gegen Sony unterstützen könnte: sinkende Herstellungskosten. Da im Laufe der Zeit die Produktionskosten eines Geräts auf Grund sinkender Komponentenpreise in der Regel immer geringer werden, könnte das Unternehmen mit Preissenkungen oder attraktiven Bundle-Aktionen den Start der Playstation 3 torpedieren.

Von den bislang 5 Millionen Xbox-360-Konsolen wurden 3,3 Millionen in den USA, 1,3 Millionen in Europa und 400.000 im Rest der Welt abgesetzt.

Den Online-Dienst Xbox Live nutzen derzeit laut Unternehmen mehr als 3 Millionen Anwender, rund 60 Prozent aller 360-Konsolen sind mit dem Service verbunden. 18 Millionen Inhalte des Xbox Live Marktplatzes (Demos, Trailer, etc.) wurden bislang herunter geladen, bei den Mini-Spielen von Xbox Live Arcade waren es 5 Millionen Titel.

In erster Linie dank des Xbox-360-Geschäfts stieg der Umsatz der "Home & Entertainment"-Sparte von Microsoft im vergangenen Quartal auf 1,14 Milliarden Dollar (plus 94 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), 503 Millionen Dollar steuerte alleine die Xbox 360 bei. Dennoch lief in der Konzernsparte ein Quartalsverlust in Höhe von 414 Millionen Dollar auf. Dies erklärt sich aus der Tatsache, dass Microsoft bei jeder verkauften Xbox 360 einen Verlust macht, da die Herstellung teurer als der Verkaufspreis ist.

Es wird spannend sein, den Kampf zwischen Microsoft und Sony zu beobachten. Nach den derzeitigen Planungen will Sony bis Ende März 2007 6 Millionen Konsolen in den Handel bringen und in jedem darauf folgenden Monat eine Million. Sollte Microsoft seine Zielvorgaben erreichen, dürfte es somit selbst bei einem fulminanten Start der Playstation 3 einige Monate dauern, bis Sony wieder Platz eins einnehmen kann, was ja das erklärte Ziel des Unternehmens ist. Interessant wird in diesem Zusammenhang auch sein, wie sich Nintendo mit seiner neuen Konsole Wii am Markt schlagen wird. Frei nach dem Motto: "Wenn zwei sich streiten...".

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