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Microsoft will einen neuen Prozess

13.09.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsoft hat sich gestern erneut mit der Forderung an den Supreme Court der USA gewandt, dieser möge das seit Jahren anhängige Kartellverfahren gegen den Konzern an sich ziehen und die Urteilsfindung von Richter Thomas Jackson aus erster Instanz wegen Voreingenommenheit verwerfen. Dies käme im Prinzip einem völlig neuen Prozess gleich. "Die Verstöße waren so groß, dass man sich wohl kaum einen Fall vorstellen könnte, in dem ein neues Verfahren besser angebracht wäre", schrieben die Microsoft-Anwälte an das höchste Gericht der Vereinigten Staaten. Insgesamt listet das online noch nicht einsehbare 26-seitige Papier acht Argumente gegen das Schreiben des US-Justizministeriums von Ende August auf, das sich gegen ein Engagement des Supreme Court ausspricht.

Gegenwärtig befindet sich der Prozess in den Händen der Jackson-Nachfolgerin Colleen Kollar-Cotelly. Diese hat für den morgigen Freitag beide Parteien zu einem Vorgespräch gebeten, eine offizielle Anhörung über das weitere Procedere ist für den 21. September anberaumt.

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