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Microsoft zieht sich aus Corel zurück

13.03.2003 | 11:08 Uhr |

Nach zweieinhalb Jahren verkauft der Softwareriese seine Beteiligung an den Risikokapitalgeber Vector zum Schnäppchenpreis

Macwelt/München - Nicht gelohnt hat sich offenbar Microsofts Beteiligung an dem kanadischen Software-Entwickler Corel. 2000 hatte der Software-Riese rund 135 Millionen US-Dollar in eine Beteiligung bei Corel investiert. Ziel der Investition war es, die Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme von Corel in Microsofts .Net-Strategie zu integrieren und so das Angebot zu erweitern. Offenbar hat Corel deutlich mehr von der Zusammenarbeit profitiert, half die Finanzspritze dem Unternehmen doch bei der Entwicklung der aktuellen Software - die zumindest am Mac deutlich besser ist, als noch in den vergangenen Jahren (siehe auch Test Corel Graphic Suite in Ausgabe 1/03, Seite 78, PDF für 35 Cent). Darüber hinaus habe man bei Corel gelernt, "Microsoft nicht länger als den 'Feind' zu betrachten, sondern als das aktuelle Umfeld." (CEO Derek Burney) Nach einem kurzen Ausflug in in die schwarzen Zahlen (die ersten 3 Quartale 2001) hat das Unternehmen jedoch 2002 wieder zu kämpfen, obwohl es gerade in Europa nach Angaben Burneys um 30 Prozent zulegen konnte. Der neue Teilhaber Vector Holdings ist nun größter Aktionär bei Corel und rettete die Firma vorerst davor, schließen zu müssen. Vector ist ein auf Web-Services und Netztechnologien fokussiertes IT-Unternehmen, das bisher mit Partnern wie Microsoft, Dell, Citrix und Cisco zusammengearbeitet. Was der neue Teilhaber mit Corel vorhat, ist bis dato noch nicht bekannt.
mbi
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