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Microsofts nächste Bürosuite heißt "Office 2007"

16.02.2006 | 10:06 Uhr

Microsoft tauft seine bislang als "Office 12" bezeichnete nächste Bürosuite offiziell auf "Office 2007" - was hoffentlich kein Hinweis auf den Erscheinungstermin ist...

Scherz beiseite: Laut offizieller Pressemitteilung wird Office 2007 "Ende dieses Jahres" erhältlich sein. Es verwendet XML als Standard-Dateiformat und hat eine vollkommen neu gestaltete, aufgabenorientierte Benutzeroberfläche. Gegenüber der Vorversion wird es weder für Firmen- noch für Einzelhandelskunden dramatische Preisänderungen geben. Beim Packaging und Branding hat der Hersteller aber doch einige Kleinigkeiten verändert.

Das neue Office System wird in insgesamt sieben verschiedenen Varianten angeboten, darunter der neuen Unternehmensversion "Office Enterprise 2007". Die weiteren Pakete sind "Office Basic", "Office Standard", "Office Small Business", "Office Professional", "Office Professional Plus" sowie die Ausführung "Home and Student" für Heimanwender und den Bildungsbereich. Mit einem Preis von 149 Dollar kann sich nun fast jedermann für den heimischen PC ein legales Office leisten - allerdings enthält dieses kein Outlook mehr, dafür aber die Notizverwaltung Onenote. Wie bei der früheren SSL-Version darf man Home and Student auf bis zu drei Rechnern installieren, das Paket ist aber nicht updatefähig auf kommende Versionen.

Die meisten Firmen werden nach Einschätzung von Parri Munsell, Program Manager der Information Worker Group von Microsoft bei ihren Volumenlizenzen zum Professional-Plus-Paket greifen. Diese enthält neben den üblichen Applikationen Word, Excel, Powerpoint, Outlook und Access den neuen "Office Communicator", eine Instant-Messaging-Software für den Firmeneinsatz. Das "Enterprise"-Package umfasst darüber hinaus noch "Office Groove 2007" für Peer-to-peer-Collaboration und "Office Onenote 2007", mit dem man Notizen machen und gleichzeitig Audioaufnahmen anfertigen kann.

Office Professional Plus und Enterprise sind ausschließlich über Volumenlizenzen zu haben, bei den die Preise kundenspezifisch sind. Für die Nutzung der Collaboration-Möglichkeiten gibt es eine neue "Enterprise Client Access License" (CAL). Diese bietet laut Munsell alle Rechte der aktuellen "Core CAL" und gestattet zusätzlich den Zugriff auf Produkte wie den "Live Communication Server" oder die "Rights Management Services" von Windows.

Microsoft wird dem Office System außerdem neue Server-Komponenten spendieren. Der bisherige Portal- und Content-Management-Server werden zum neuen "Office Sharepoint Server 2007" zusammengelegt. Außerdem gibt es mit dem neuen "Office Forms Server 2007" eine Alternative für Anwender, die vornehmlich mit Server-basierenden Formularen arbeiten wollen. Es entfällt die bisherige Notwendigkeit, einen "Infopath Server" lokal zu betreiben. Ebenfalls neu ist der "Office Project Portfolio Server", der im Gegensatz zum bisherigen "Office Project Server" einen Überblick über den gesamten Lifecycle mehrerer Projekte ermöglichen soll. (tc)

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